Christoph Probst als Kasernenpatron?

Namensfindung am Bundeswehr-Standort Garching-Hochbrück

Widerstandskämpfer Christoph Probst diente im Zweiten Weltkrieg als Sanitätsfeldwebel. Nun gibt es Anzeichen, dass möglicherweise eine Bundeswehr-Kaserne in Garching-Hochbrück nach dem gebürtigen Murnauer benannt wird. Murnau – 1939 hat Christoph Probst den obligatorischen Arbeits- und Wehrdienst absolviert und beginnt in München sein Medizinstudium. Nach Kriegsbeginn kann es der gebürtige Murnauer als Soldat fortsetzen. Er gehört der Studentenkompanie der Medizinstudenten der Luftwaffe an. Diese war 1941/1942 in Straßburg, im Sommersemester 1942 in München und ab Winter 1942 in Innsbruck stationiert.

Es gibt bereits mehrere Militärareale, die nach Widerstandskämpfern benannt sind: die Stauffenberg-Kaserne etwa, die Henning-von-Tresckow-Kaserne oder auch die Feldwebel-Anton-Schmid-Kaserne. Ein möglicher Einweihungstermin für eine Sanitätsfeldwebel-Probst-Kaserne wäre der November 2019. Dann jährt sich der Geburtstag des Weiße-Rose-Mitglieds zum 100. Mal. Dessen Sohn Vincent Probst weiß nach eigenen Angaben bisher noch nichts von den genannten Überlegungen. Er müsse sich diesbezüglich erst einmal „schlau machen“ und sich mit seinen Neffen besprechen.

Hintergrund einiger aktueller Namensdebatten und Kasernenumbennung ist der Entwurf des neuen Traditionserlasses, der den Traditionserlass von 1982 ablösen soll.

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