Die Stalingrad Madonna in der katholischen Militärseelsorge

Und der Truppenarzt Kurt Reuber, zugleich ein evangelischer Pastor, enthüllte eine Kohlezeichnung. Eine Muttergottes, schützend den Mantel um ihr Kind geschlagen. Am Rand die Worte “Weihnachten im Kessel 1942”, “Festung Stalingrad”, “Licht Leben Liebe”. Er selbst deutete die Zeichnung in einem Brief an seine Frau: “Das Bild ist so: Kind und Mutterkopf zueinandergeneigt, von einem großen Tuch umschlossen, Geborgenheit und Umschließung von Mutter und Kind. Mir kamen die johanneischen Worte: Licht, Leben, Liebe. Was soll ich dazu noch sagen? Wenn man unsere Lage bedenkt, in der Dunkelheit, Tod und Hass umgehen – und unsere Sehnsucht nach Licht, Leben, Liebe, die so unendlich groß ist in jedem von uns!”

Auch in der Bundeswehr hat die Stalingradmadonna eine Tradition: Auf der Medaille des Rosenkranzes der Katholischen Militärseelsorge ist sie abgebildet, ebenso taucht ihr Bild im Wappen des Sanitätsregiments 2 der Bundeswehr in Rennerod/Koblenz auf.

 

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