Soldaten-Wallfahrt zum „Berg der Kreuze“und

Im und nach dem zweiten Weltkrieg ließ der sowjetische Diktator Stalin unzählige Menschen in „Besserungslager“ verschleppen. Das Regime wollte so die nationale Identität und Verwurzelung der Litauer im christlichen Glauben auslöschen. Tausende litten, viele starben im sogenannten Gulag. Nach Stalins Tod 1953 stellten Überlebende und Angehörige von Opfern in großer Anzahl Kreuze auf dem so genannten Berg auf, der topografisch eher ein Hügel ist.

1961 vernichteten die sowjetischen Machthaber rund 2.200 Kreuze. Religiöse Symbole und Stätten nationaler Identifikation waren den Sowjets ein Dorn im Auge. Der Berg der Kreuze war schon damals beides zugleich: Stätte des Gedenkens und religiösen Innehaltens sowie Ort der Erinnerung an Freiheitskämpfer. Drei weitere Versuche der Sowjets in der ersten Hälfte der 70er Jahre, den Berg der Kreuze zu zerstören, schlugen fehl. Stets stellten die Litauer neue und noch mehr Kreuze auf.

Oberstleutnant Thorsten Gensler betont die Bedeutung der Militärseelsorge gerade bei Missionen fern der Heimat. Seelischer Rückhalt für die Soldaten sei ihm ebenso wichtig wie die stete Erinnerung daran, dass „“der Mensch sich in seinem Streben nach Sicherheit auch im militärischen Sinne letztlich vor Gott verantworten muss”“, sagt der Kommandeur der zweiten Rotation. Dass die christliche Wallfahrtsstätte „Berg der Kreuze“ gleichsam Symbol des Freiheitsstrebens der Litauer ist, zeige die enge Verbundenheit der Völker und Staaten Europas.

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