Wolfram Wette – Freikorps-Offiziere der Weimarer Republik

Wolfram Wette, Jahrgang 1940, geboren in Ludwigshafen am Rhein, diente nach seinem Abitur in Geislingen als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr. Dort trug er von 1959 bis 1965 die Waffenfarbe der Fernmeldetruppe, sein letzter Dienstgrad war Hauptmann der Reserve des Heeres.

Nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr studierte Wette in München bei den Professoren Hans Maier und Nikolaus Lobkowicz Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie. Er promovierte 1971 mit einer Arbeit zu den Kriegstheorien deutscher Sozialisten. Von 1971 bis 1995 arbeitete er als Historiker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg im Breisgau. 1990 habilitierte er sich an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit einer Studie über den SPD-Politiker Gustav Noske, den ersten Reichswehrminister der Weimarer Republik. Seit 1998 ist Wette, einer der Mitbegründer des Arbeitskreises „Historische Friedensforschung“, als Professor für Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Freiburger Universität tätig.

Am 12. Mai vergangenen Jahres hatte die Wochenzeitung DIE ZEIT einen lesenswerten Beitrag von Wolfram Wette zu „Franco A. und die anderen“ veröffentlicht. Bereits die Unterzeile verrät uns den zeitgeschichtlichen Schwerpunkt der damaligen Arbeit: „In der Bundeswehr existiert ein strukturelles Problem mit rechtem Gedankengut – die Pläne von Franco A. erinnern an die Freikorps-Offiziere der Weimarer Republik.“

Ein bekannter Freikorps Offizier war Albert Leo Schlageter, dem Bewohner des Landkreises Rotenburg ein Denkmal gesetzt haben, das heute noch existiert.

 

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