„Zeitplan liegt nicht vor“

Die Rotenburger Kreiszeitung schreibt, Von der Leyen “halte sich ein Hintertürchen auf:

Zwei Wochen nach Unterzeichnung des neuen Traditionserlasses der Bundeswehr und der Erklärung ihres Ministeriums, dass die Debatte um eine mögliche Umbenennung der Rotenburger Lent-Kaserne erledigt ist, öffnet die CDU-Politikerin wieder ein Hintertürchen. Und zwar eines, das so langsam für Streit innerhalb der großen Koalition in Berlin sorgt.

Was vielen seit langem klar ist:
“Das Ministerium muss gar nicht über eine Umbenennung entscheiden, wenn es vor Ort keinen Willen dazu gibt. Auch das Landeskommando Niedersachsen teilte mit: „Das Thema ist zunächst vom Tisch.“

Der neue Traditionserlass stellt dazu fest:

” Traditionsstiftung und Traditionspflege sind dynamisches und niemals abgeschlossenes Handeln, das sich allen Versuchen entzieht, es zentral oder dauerhaft festlegen zu wollen. Sie setzen staatsbürgerliches Bewusstsein sowie Verständnis für historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge voraus und fordern zur persönlichen Auseinandersetzung auf. Lebendige Tradition muss gegenwarts- und auftragsbezogen sein. Sie ist daher ständig zu überprüfen und fortzuentwickeln. Tradition und Auftrag der Bundeswehr greifen so ineinander.”

Dies ist also keine Hintertür, sondern Prinzip. Der diesen dauerhaften anhaltenden Prozess kann es keinen Zeitplan geben. Die Frage, wann die Soldaten den aktuellen Traditionserlass und in welcher Form sie ihn zur Anwendung bringen, ist eine Angelegenheit der Soldaten vor ORT. Auch die Gemeinden sind beraten, sich mit dem Traditionserlass auseinanderzusetzen, denn ihm sind Hintergründe Intension und Motivation der Traditionspflege in der Bundeswehr zu entnehmen.

 

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